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Inspiration Nr. 3 - 2021

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WEGWEISER LAUTERAARHORN

WEGWEISER LAUTERAARHORN VIELSEITIG & VERLÄSSLICH Die Entwicklung von Ausrüstung für lange Hochtouren gleicht der Quadratur des Kreises. Absolut verlässlich, möglichst vielseitig und dazu noch leicht: Das sind die Anforderungen, die sich auf dem Papier durchaus widersprechen. Einigen Produkten gelingt der Spagat dennoch – eine Auswahl finden Sie hier. «Das Lauteraarhorn – für Romantiker, die auf die Zähne beissen können.» DANIEL DUMMERMUTH ABTEILUNGSLEITER FILIALE BERN BÄCHLI ON TOUR Ob «Gehen am kurzen Seil im Fels», ein «Firn- und Eiskurs» oder unser «Bergsteigerkurs und erster 4000er» – in unserem Programm Bächli on Tour gibt es für alle das passende Touren- und Kursangebot. baechli-bergsport.ch/ de/baechliontour Auf dem Gipfel, aber noch nicht mal Halbzeit: Rund 25 km sind es noch bis zum Grimsel Hospiz. und absteigt. Ansonsten sind wir allein in der Flanke. Weder über noch unter uns droht Steinschlag. So tun wir es den Erstbesteigern gleich: «Es gelang nun, über diese Felsen, obwohl sie sehr steil waren, gerade gegen den Gipfel emporzuklettern. Mit Ausnahme einiger schlimmer Runsen lagen bis zur Höhe des Grats keine ernstlichen Schwierigkeiten im Wege.» Wir sind einverstanden mit Professor Escher und seinen Mannen. Anders als bei uns, stellte sich ihnen am Grat jedoch die «Ausspitzung eines Felsens» in den Weg, der «von der Hauptmasse des Berges durch einen Einschnitt von etwa drei Metern Tiefe abgeschnitten war.» Zum Schrecken der Männer sprang einer der Führer – «der verwegene Bannholzer» – seilfrei hinab auf den Firngrat. Die anderen folgten, zur allgemeinen Beruhigung am Seil gesichert. Auch vor uns ragt der Felszahn verlockend auf, doch kennen wir seinen Preis. Und so passieren wir seinen Sockel in einem Schneefeld, in dem die schieren 900 Meter Luft Weitere Informationen und Toureninfo zum Lauteraarhorn finden Sie unter: baechli-bergsport.ch/lauteraarhorn zwischen uns und dem Strahlegg-Gletscher erstmals spürbar werden. Minuten später haben wir jedoch nur noch Augen für eines: den Gipfelgrat. Jenen Kamm aus festem Fels, auf dem wir über Türmchen und Platten und durch Kamine dem Himmelblau entgegenklettern. Bis der Grat sich mit einem Mal zurückneigt und wir, nur Augenblicke später, auf dem Lauteraarhorn stehen. Vor uns die Majestät des Schreckhorns, das vor der Weite des Mittellandes aufragt, rund um uns Gletscherströme und weit, weit unten in der Ferne die Lauteraarhütte, so winzig, als blickten wir aus einem Satelliten auf die Welt. «Vereinigtes Hurrarufen. So laut, dass Herr von Nieuverkerk, der eben auf dem Gipfel des Ewigschneehorns stand, sie hörte», steht im Bericht zur Erstbesteigung. Wir sind stiller. Und anders als die ersten Besucher des Gipfels messen wir weder die Luftfeuchtigkeit noch skizzieren wir die Flechte namens Xanthoria elegans. Stattdessen steigen wir bald wieder ab. Denn nach dem Abstieg durch die Flanke werden der Strahlegg-Gletscher, der Finsteraargletscher und der Unteraargletscher folgen. Wir werden nochmals die Lauteraarhütte passieren, in der Nachmittagssonne Türkenbundlilien leuchten und gegen Abend den Grimselsee sich kräuseln sehen, ehe wir im Schleier der Dämmerung wieder an der Grimselpassstrasse stehen werden. Dort, wo sie dank Regen ihren Anfang genommen hatte: die längste Hochtour unseres Lebens. DREI ZU EINS Mitte der 70er-Jahre begann das französische Familienunternehmen Beal mit der Entwicklung von Kletterseilen – und wurde schnell zu einem der weltweit führenden Seilhersteller. Revolutionär war mitunter das «Joker»: das erste Dynamikseil mit Dreifachzertifizierung als Einfach-, Halb- und Zwillingsseil. Der überarbeitete Klassiker Joker Golden Dry Unicore mit 9.1 Millimetern Seildurchmesser punktet damit gleichermassen bei extremen Kletterern als auch bei Bergsteigern, die vor allem auf Grat- und Firntouren unterwegs sind. Strapazierfähig wird das Seil durch die Unicore-Technologie, bei der Seilmantel und Kern miteinander verwoben werden. Die Golden-Dry-Behandlung, bei der Mantel und Kern imprägniert werden, schützt gleichzeitig vor Abrieb und Schmutz. JOKER GD UNICORE 9.1 BEAL Gewicht 52 g/m Preis ab CHF 115.– TRANS FORMER Beim Petzl Sum’Tec Eispickel ist der Begriff «Allrounder» definitiv keine Floskel: Dank des modularen Aufbaus können verschiedene Hauen und Hammeraufsätze montiert werden. Entsprechend lässt sich der Pickel je nach Anforderung, vom klassischen bis zum technischen Bergsteigen, optimal anpassen. Die schmal zulaufende Pur’Ice Stahlhaue, die auch mit Petzls Eisgeräten Quark, Nomic oder Ergonomic kompatibel ist, verspricht gutes Eindringen ins Eis. Die praktische Tigrest-Fingerauflage sorgt währenddessen für die nötige Stabilität am Griff und kann nach Bedarf ohne Werkzeug verschoben werden. Die leichte Biegung des Aluminiumschafts erleichtert das Handling. Der Eispickel ist nach CE-UIAA Typ 2 (T-Norm) zertifiziert. SUM’TEC PETZL Gewicht 470 g Preis CHF 185.– AUF HOCHTOUREN Der Trilogy One Cordura Hoodie ist eine minimalistische, leichte Softshelljacke, die dank des robusten und abriebfesten Cordura-Materials beim Bergsteigen einiges aushält. Der hohe Stretch-Anteil (10 Prozent Elasthan) sorgt gleichzeitig für die nötige Bewegungsfreiheit, eine PFC-freie DWR-Imprägnierung macht das Material wind- und wasserabweisend. Ausgestattet ist die Trilogy One Cordura mit eng anliegender Kapuze mit elastischer Einfassung, einem zusätzlichen Kinnschutz sowie einer Brusttasche. Durch den 2-Wege-Frontreissverschluss bleibt der Hochtouren- oder Klettergurt jederzeit gut bedienbar. Damit ist die leichte Softshell aus dem Hause Millet der ideale Begleiter auf Alpintouren, Hochtouren oder Trekkings, wenn leichter Wetterschutz und hohe Atmungsaktivität gefragt sind. TRILOGY ONE CORDURA HOODIE MILLET Gewicht 320 g Preis CHF 205.– 40 41

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