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Inspiration 3/2018 dt

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RUBRIK UNTERRUBRIK TRANSALPSKI because downhill skiing performance matters. www.k2skis.com // @k2skis // #k2guideinspired UNTERRUBRIK RUBRIK Die Transalp heisst auch improvisieren und manchmal auf Gipfel verzichten, so wie hier am Arpelistock. Transalps gibt es viele: Alpendurchquerungen per Bike, zu Fuss oder auf Tourenski, längs oder quer, von München nach Turin, von Ljubljana nach Nizza. Die Schweizer Bergsportschule bergpunkt hat sich entschieden, unter dem Label «TransalpSki» gemeinsam mit ihren Gästen eine Alpendurchquerung per Tourenski zu unternehmen – verteilt auf mehrere Jahre. Gestartet sind sie 2014 in Nizza, das Fernziel ist Wien. Dabei werden jährlich mehrere Tourenwochen angeboten, wovon jeweils einige auf der «TransalpSüd» zwischen Nizza und Chamonix, auf der «TransalpSchweiz» zwischen Chamonix und dem Unterengadin sowie auf der «TransalpOst» zwischen dem Reschenpass und Wien stattfinden. Wer sämtliche der rund 20 Etappen begeht, hat am Ende des Projekts den gesamten Alpenbogen auf Tourenski von Nizza bis Wien durchquert. DIE TERMINE 2019 Auf den südlichen Etappen in Italien ist er immer gegenwärtig: der alles überragende Monviso. 9. - 15. März TransalpSüd 1 Mercantour – die Wilde in den Seealpen 18. - 24. März TransalpSüd 4 Von den Lanzotälern nach Val-d'Isère 7. - 12. April TransalpSchweiz 1 Walliser Haute-Route Wenngleich wir unsere Route im Süden verlassen haben, so ist der Geist der Transalp doch da. 25. - 31.März TransalpSchweiz 4 Splügen-Davos 10. - 15. März TransalpOst 1 Ötztaler Alpen – die Schöne im Osten 14. - 19. April TransalpOst 4 Hoch Tirolbergpunkt Caroline Fink, Fotografin, Autorin und Filmemacherin, begleitet das bergpunkt-Projekt mit Kamera und Schreibstift von Anfang bis Schluss, allem voran für den Blog von bergpunkt. bergpunkt.ch/blog, caroline-fink.ch als perfekte Pyramide wie ein Fixstern aufragt – erst vor uns, neben uns, dann in unserem Rücken –, steigen wir auf Gipfel, überqueren Pässe, passieren Berge – klein und wild, zackig und steil, und entdecken jeden Tag eine neue Welt. Mal das italienische Val Pellice mit seinen Städtchen, Plätzen und Cafés. Mal das Rifugio Willy Jervis, dessen warme Stube wir nach einem langen Tag im Schein der Stirnlampen unter einem Sternenhimmel erreichen. Ein anderes Mal ziehen wir die Ski im Dorf Le Roux im französischen Queyras aus, wo wir den Nachmittag bei Kaffee und Mousse au Chocolat auf einem Canapé vor dem Schwedenofen verbringen. ren mit unseren Zeigefingern Flanken, Lichtungen und Forststrassen entlang, die uns einen Durchschlupf ins Nachbartal bieten könnten. MUSTAFAS SCHWIMMBRILLE Manchmal geht der Plan auf. Manchmal auch nicht, etwa dann, wenn ein Übergang steil und die Lawinensituation heikel ist. Oder die Sonne viel zu warm in Nassschneehänge brennt. Oder wenn für eine ganze Woche für ein bestimmtes Gebiet nur Sturm und Schnee angesagt sind. Wie 2017 im Zillertal, als die Transalp im Osten kurzerhand zum italienischen Gran Paradiso verlegt wurde. Gestört hat dies am Ende keinen. «Das Zillertal haben wir rasch vergessen», sagt Roberto Moro, der jedes Jahr auf der Transalp unterwegs ist. «Diese Runde um den höchsten Binnengipfel Italiens wollte ich seit Langem unternehmen.» Bei der Transalp geht es eben nicht nur um Pässe und Gipfel, sondern auch darum: den Alpenbogen zu entdecken – mit offenen Augen und offenem Geist. So wie auch wir im vergangenen Frühjahr. Vom Val di Rhêmes, unweit von Aosta, wollen wir bis nach Chamonix Bis irgendwann nicht nur wir die Täler und Dörfer entdecken, sondern selbst zu einer Entdeckung werden. Einheimische bitten uns im Val Germanasca um ein Gruppenfoto, ein Gemeindemitarbeiter telefoniert ins nächste Tal, um beim Kollegen nachzufragen, wie dicht die Erlenstauden auf seiner Seite wucherten. Skitourengeher, so erklären uns die Locals, hätten sie auf diesem Passübergang noch nie gesehen. Und so beugen wir uns an diesem Abend noch tiefer als sonst über die Karten, fahziehen. Doch Fehlanzeige. Der Wetterbericht verspricht während fünf Tagen Neuschnee und null Stunden Sonne. Wir versuchen es dennoch und staunen: Als wir im Refuge de Fond, zuhinterst im Val di Rhêmes, ankommen, scheint die Sonne. Nicht draussen indes, aber in der Stube: In der Tür begrüsst uns Mustafa mit einem strahlenden Lachen und einem «bienvenue, les amis de la montagne!». Mustafa aus Marokko – genauer: aus der Küstenstadt Rabat – bittet uns gleich in die Küche und serviert uns Tee und Geschichten. Ob es in Rabat Berge gebe, wollen wir von ihm wissen. Er lacht. «Non! Dort gibt es Strände!» Ein Schock seien der erste Schnee und ein Tag mit minus 27 Grad Celsius im Refuge de Fond gewesen. «Aber jetzt ist Mustafa auf alles vorbereitet», sagt er von sich selbst. Deutet auf die Zipfelmütze auf seinem Kopf und die Daunenjacke, die in der Küche an der Wand hängt. Daneben baumeln eine Skibrille und eine Schwimmbrille an einem Holzgestell. «Die brauche ich im Schneetreiben.» Tags darauf bräuchten auch wir Schwimmbrillen. Denn beim Versuch, den Col Bassac Derè zu erreichen, geraten @Anton Brey @David Carlier 24 INSPIRATION 03 / 2018 #K2GUIDEINSPIRED Gilles Sierro - Wayback 88 - Secret Valley 25

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