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Inspiration 2/2018 dt

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WEGWEISER

WEGWEISER LAUTERBRUNNENTAL ciert nun auf der gegenüberliegenden Seite vom Obersteinberg den Flanken unter Mittaghorn und Äbeni Flue entlang. Unten in Trachsellauenen wartet der nächste Kuchenstopp. Möglicherweise donnert es wieder – trotz blitzblauem Himmel. Manch Einheimischer sagt dann: Das sind die Rottalherren. Das Berghotel Trachsellauenen liegt genau vis-à-vis des Rottal-Gletscherschlunds. Eine blühende, fruchtbare Alp soll das einst gewesen sein, bevor die Herren von Rotenfluh ihre Untertanen plagten. Wahre Wüteriche, die gerne auch den Frauen nachstellten. Als der Schlimmste, so berichtet die Sage, lüstern ein Hirtenmädchen verfolgte, soll ein schwarzer Bock der Jungfrau zu Hilfe geeilt sein. Mit seinen gewaltigen Hörnern stiess er den Mann über eine Felswand in den Abgrund. Da erzitterte das Land, Felsbrocken und Eismassen begruben die Rottal-Alp und verbannten die Willkürherrscher von Rotenfluh in die Gletschereinöde. Mystik, die an der Neugier kitzelt, vielleicht doch einen intensiveren Blick ins Rottal zu werfen. Alpinisten nutzen den Weg zur Rottalhütte, um über den Rottalgrat den Gipfel der Jungfrau zu erobern. Auf der Suche nach den abenteuerlichsten Routen auf den Sehnsuchtsberg, versuchten sich die Alpenpioniere schon 1863 auch am Nordwest- oder Rotbrättgrat, dort wo das Silberhorn seinen Schneekegel keck in den Himmel reckt. Weil diese Route auch heute noch als schwierig gilt, wird sie nur selten begangen. Bergwanderer aber können bis zur Silberhornhütte ins alpine Abenteuerland vorstossen, wenn sie abolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Unterhalb der Bäreflue bei der Quelle «Bim Chalten Brunnen» wechselt man vom Hüttenweg der «Nirgends kann man die Gletscherschwankungen der Nacheiszeit so gut studieren wie hier». Rottalhütte nach links in den Hüttenweg zur Silberhornhütte und hangelt sich dann durch imposante Felsfluchten in die Höhe. Bei der Querung über Felsbänder und Plattenschüsse sieht man sie schon, die winzige Hütte auf dem Sattel zwischen Schwarzmönch und Jungfraumassiv. Ein Stützpunkt wie zu Pionierstagen, unbewartet, spektakulär gelegen, mit ungewöhnlichen Perspektiven auf Eiger, Mönch und die zerrissenen Gletscher der Jungfrau. Ganz zu schweigen von den Tiefblicken ins Lauterbrunnental, zur Kleinen Scheidegg, zur Station Eigergletscher. Der pure Luxus: Getränke sind vorhanden, dazu Feuerholz. Im hauseigenen Geschirrsortiment fehlt selbstverständlich auch das Fonduecaquelon mit Zubehör nicht. Braucht man also nur noch die Käsemischung hinaufzutragen. Candlelight-Dinner wie auf dem Obersteinberg, nur noch archaischer und mit Nervenkitzel. Was die Rottalherren im Schilde führen, wenn's donnert, ist nie so ganz sicher. Informationen zum Hinteren Lauterbrunnen tal finden Sie unter: baechli-bergsport.ch/lauterbrunnental Gletscherschau von der Terrasse des Kerzenhotels Obersteinberg. 16

PFAD FINDER Während die touristischen Hotspots der Jungfrauregion von Menschenmassen heimgesucht werden, warten im Hinteren Lauterbrunnental, rund um das Berghotel Obersteinberg, überraschend stille Wanderpfade. Wer sie oder andere Bergregionen entdecken möchte, ist mit der Produktauswahl von Bächli Bergsport bestens gerüstet. «Kaum ein anderes Tal der Schweiz besticht durch so viel Historie und Vielseitigkeit.» JAN MAURER MARKETINGLEITER BÄCHLI ON TOUR Wanderpartner gesucht? Wer Lust hat, die Schweizer Bergwelt in einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten zu erkunden, hat bei einem Tourenangebot von Bächli Bergsport die Möglichkeit. Zum Beispiel auf einer zweitägigen Wanderung (30.06.-01.07.) zur neuen Monte-Rosa-Hütte in den Walliser Alpen. baechli-bergsport.ch/ de/baechliontour SICHT WECHSEL Die Monterosa Cameleon ist eine leichte, sehr vielseitige Sportsonnenbrille für Frauen. Die photochromatischen Polycarbonat-Gläser passen sich innerhalb kurzer Zeit (etwa 30 Sekunden) an die jeweiligen Lichtverhältnisse an. Das bedeutet, dass sich die Lichtdurchlässigkeit im Bereich der Schutzkategorie 2 bis 4 verändert, was den Einsatzbereich stark erweitert. Die Brille eignet sich bei mässiger bis starker Sonneneinstrahlung, von tieferen Lagen bis ins Hochgebirge sowie bei hellen Wasser- und Schneeflächen. Ihre Filter neutralisieren störende Lichtreflexe, erhöhen den Kontrast und verbessern so die Sicht insgesamt. Die Monterosa schliesst sehr gut ab, die seitlichen Sonnenschutz-Blenden sind bei Bedarf abnehmbar. FÜHRUNGS STAB Der Sherpa XL ist ein dreiteiliger Trekkingstock aus hochfestem Aluminium, bei dem der Fokus auf Robustheit und Langlebigkeit liegt. Über externe Speed Lock 2 Klemmschellen lässt sich die Stocklänge stufenlos von 70 bis 145 Zentimeter verstellen. Mit seiner Maximallänge eignet sich der Sherpa XL hervorragend für grosse Menschen. Die weichen Aergon-Griffe aus offenporigem EVA-Schaumstoff haben eine ergonomisch geformte Stützfläche am Griffkopf, die nach unten verlängerte Gummierung erlaubt schnelles, flexibles Umgreifen in steilen Passagen oder auf Traversen. Die Teller können ausgetauscht werden, wodurch der Stock ganzjährig einsetzbar ist. WANDER VOLL Verregneter Sommer? Hoffentlich nicht. Wie auch immer die Bedingungen sein werden, mit dem Marmolada Pro OD sind Wanderer gewappnet: Der leichte Trekkingschuh ist mit einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen OutDry-Membran ausgestattet. Diese ist direkt mit dem Obermaterial – einem Leder-Synthetik-Mix – verbunden, sodass alle Nähte und Hohlräume versiegelt sind. Eine EVA-Zwischensohle dämpft und stützt; die Vibram-Laufsohle bietet guten Grip. Der Schaft mit speziellen Stretch-Einsätzen schmiegt sich ähnlich wie ein Socken eng an den Fuss an. Mittels bis an die Zehen reichender Schnürung lässt sich der Schuh zudem gut anpassen. Ein hochgezogener Gummirand an Fersen und Zehen schützt vor scharfkantigem Gestein. MONTE ROSA CAMELEON JULBO Preis CHF 189.– SHERPA XL LEKI Gewicht 525 g Preis CHF 135.– MARMOLADA PRO OD SCARPA Gewicht 1260 g/Paar (Grösse 8) Preis CHF 339.– 17

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