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Inspiration - 02.2019

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WEGWEISER GRAT-KLETTERN

WEGWEISER GRAT-KLETTERN SALBITSCHIJEN- WESTGRAT TRUMPF IM GRAT- QUARTETT Charakter: Der «Rolls-Royce» unter den Granitgraten, ein extravagantes Klettervergnügen für ausdauernde und schnelle Seilschaften. Schwierigkeiten: VII, A1, ca. 34 SL. Obwohl die Tour mit Bohrhaken eingerichtet ist, definitiv kein Plaisir-Vergnügen. Ausrüstung: Doppelseil (50 m), 10-12 Expressschlingen, Bandschlingen, Satz Keile, Satz Friends (1-3), Abseilgerät. GESTEIN OHNE GNADE Rauhe Granitrouten fordern ihren Tribut von Mensch und Material. Wer sich durch gemeine Offwidth- Risse quält und über rasiermesserscharfe Himmelsleitern tanzt, braucht ordentliche Ausrüstung. Unsere Tipps für Klettern im Granit. «Granitgrate sind für mich Abenteuer pur! Auf dem Gipfel entlädt sich die hohe Anspannung von unterwegs und macht tiefer Genugtuung Platz.» ANDREA GREINER BERGSPORTBERATERIN FILIALE AARAU BÄCHLI ON TOUR Lust auf Granitgrate, aber noch nicht das nötige Know-how? Bächli Bergsport bietet mehrmals im Jahr Grundkurse für das Klettern von Mehrseillängen-Routen. Dabei stehen von der Materialkunde über die richtige Taktik bis zum Standplatzbau viele Inhalte auf dem Lehrplan – etwa vom 25. bis 26. Mai 2019 im Tessiner Maggiatal. Alle Infos und noch mehr Kurse und Tourenangebote unter: baechli-bergsport.ch/ de/baechliontour Der Swing an der Gipfelnadel ist der Höhepunkt jeder Begehung des Salbitschijen. Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis Anfang September. Zuvor liegt zu viel Schnee, danach werden die Tage zu kurz. Abstieg: Auf abgesichertem Weg zunächst am Ostgrat und dann nach Norden zurück zur Hütte. Achtung bei Neuschnee! W enn es einen Preis für die schönsten Klettergrate der Alpen geben würde – der «Salbit» wäre mit Süd- und Westgrat gleich doppelt unter den Top 5. Welcher ist der Schönere? Deutlich kürzer und harmonischer ist der Südgrat, eine «Symphonie in Granit», wie ihn Hans Berger einst betitelte, der ehemalige Hüttenwart der Salbithütte und Hausmeister des Gebietes. Sehr viel länger und schwerer, teils aber auch recht ruppig, ist der Salbit-Westgrat. Er wäre der Trumpf in jedem Grat-Quartett: Über 30 Seillängen, nicht wenige im VI. Grad und darüber, knapp 1400 Klettermeter und sieben Abseilstellen, verteilt auf sechs Türme. Beginnen sollte man daher in der Dämmerung. Ob man vom Biwak direkt unterhalb des Grates startet oder von der etwa anderthalb Stunden entfernten Hütte, ist Geschmackssache. Letztere bietet ein gutes Frühstück und wird beim Abstieg über den Normalweg ohnehin passiert. Ab etwa Mitte Juli gibt es im Biwak keinen Schnee mehr, das Wasser muss dann selbst mitgebracht werden. Wach wird man gleich in der ersten Seillänge. Der siebte Grad erfordert herzhaftes Zupacken im Schein der Stirnlampe. Wer hier Schwierigkeiten hat, sollte abseilen. Danach wird es etwas gemütlicher und man erreicht den ersten Turm. Auf den zweiten gelangt man durch einen traumhaften Riss – vielleicht der edelste Teil des Gesamtkunstwerkes. Die schwierigste Stelle ist in den meisten Topos gar nicht markiert: ein kleines, ca. fünf Meter hohes Wändchen auf dem Weg zum dritten Turm. Ich persönlich kenne niemanden, der hier nicht in den optimal angebrachten Haken gegriffen hat. Höhepunkt am Salbit ist die Gipfelnadel, wo sich die beiden Grate zum absoluten Höhepunkt treffen. Wie am Furkahorn ist auch diese Nadel zu spitz für Gipfelgenuss in Zweisamkeit. Informationen zum Grat-Klettern finden Sie unter: baechli-bergsport.ch/grat-klettern SCHLAUE SCHALE Der Mammut Wall Rider MIPS ist als erster Helm mit der patentierten und preisgekrönten (ISPO Award 2018) MIPS-Technologie ausgestattet. Dabei wird eine 0,5 bis 0,7 mm dünne, reibungsarme Gleitschicht im Helm verbaut, die seitlich auftreffende Kräfte – niemand stürzt immer kerzengerade – teilweise umlenken kann. Das reduziert vor allem die Gefahr einer Hirnverletzung. Beim Tragen merkt man davon aber nichts: Der Wall Rider MIPS ist komfortabel wie eh und je und auch das Gewicht wird durch die MIPS-Technologie kaum höher. Die MIPS-Technologie wird seit 1996 in Schweden erforscht. Mit Clips zur Stirnlampenbefestigung, zertifiziert nach EN 12492. WALL RIDER MIPS MAMMUT Gewicht 225 g Preis CHF 205.– GRANIT GREIFER Camalots, wie Black Diamond seine Klemmgeräte nennt, haben einen legendären Ruf. Der Grund: Mit ihren zwei Achsen setzte der C4 neue Masstäbe, weil er einen grösseren Klemmbereich abdeckte. Bei der überarbeiteten Version ermöglichen optimierte Ausfräsungen an den Klemmbacken ein geringeres Gewicht bei gleicher Festigkeit. Weitere News: Die kleinen Grössen haben nun zweifarbige Schlingen. Und die grossen Grössen No. 4, 5 und 6 können mithilfe einer Klammer nun im gespannten Zustand fixiert werden. Ein leichter Zug am Klemmbügel löst die Klammer wieder und das Klemmgerät kann sofort platziert werden. Das verringert den Platzbedarf am Klettergurt und erleichtert die Handhabung am Fels enorm. CAMALOT C4 BLACK DIAMOND Gewicht 124 g (No. 1) Preis ab CHF 72.– ROT UND ROBUST Dann empfiehlt sich eine Hose wie die Mantra, bei der La Sportiva den Fokus auf die beiden wichtigsten Dinge gelegt hat: Bewegungsfreiheit und Langlebigkeit. Erreicht wird das aus einem Materialmix aus 96 Prozent Nylon und vier Prozent Spandex, der zudem leicht und schnelltrocknend ist. Der elastische Taillenbund sitzt bequem und rutscht nicht, vorgeformte Kniepartien erleichtern das Klettern in akrobatischen Zügen. Die seitliche Tasche für die Boulder-Bürste und die integrierte Schlaufe für den Magnesiabeutel machen die Mantra Pants zur ersten Wahl fürs Bouldern oder Klettern. Hier stimmen Funktion und Farbe! MANTRA W PANTS LA SPORTIVA Gewicht ca. 416 g Preis CHF 125.– 26 27

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