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Inspiration 04-2019

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RUBRIK UNTERRUBRIK PARTNERCHECK K2 P A R T N E R C H E C K SERIÖS VERRÜCKT Was entsteht, wenn man ungebremsten Innovationsgeist mit Leidenschaft, Humor und einer Prise Punk-Spirit mischt? Die Marke K2. Wie die backcountry-verrückten Amis durch einen Auswanderer aus der Schweiz ihre Liebe zu Tourenski entdeckten. TEXT CHRISTIAN PENNING K 2 FOTOS: ARCHIV K2 Was wäre, wenn …», überlegte Martin Volken vor 15 Jahren. «Was wäre, wenn man einen taillierten Pistenski für Skitouren tunen würde?» Tailliert und breit genug für gute Fahrperformance. Gleichzeitig leicht genug, um auch längere Aufstiege bewältigen zu können. Ein Tourenski, mit dem das Spiel mit dem Gelände so richtig Spass machen würde. Diese Gedanken kamen nicht von ungefähr. Bei zahlreichen Erstbefahrungen war der heute 53-jährige Auswanderer aus der Schweiz oft viele Tage lang mit schwerem Rucksack und Zelt als Bergführer in den USA unterwegs. Jahre zuvor hatte er das Wallis gegen die North Cascades im Hinterland von Seattle getauscht. Das, was die Tourenski damals im harten Einsatz hergaben, fiel nur sehr bedingt unter die Kategorie «Abfahrtsspass». «Ich schrieb einen Brief an den Chef von K2», erinnert sich Volken. «Keine Antwort! Also griff ich zum Telefon.» Die Begeisterung auf der anderen Seite der Leitung hielt sich in Grenzen. Volkens Brief geriet in Vergessenheit – fast. Denn wenig später übernahm Mike Hattrup das Backcountry Department von K2. Zeitgleich machte er eine Ausbildung zum Skibergführer. Er liebte es, mit Telemark-Ski einsame Bergregionen zu erkunden. Eines Tages stiess er auf den Brief von Martin Volken. War an dieser Idee etwas dran? Jetzt war es Hattrup, der zum Telefon griff. Volken hatte sogar schon einen Namen für den Ski: Shuksan, benannt nach dem Nachbargipfel des Mount Baker, 100 Meilen nördlich von Seattle. Bald experimentierten Volken und Hattrup mit ersten Prototypen. Noch überwog die Skepsis – würde es einen Markt geben für diese Art Ski? Volken liess jedoch nicht locker, und schliesslich gab sich Hattrup geschlagen: «Ok», sagte er, «wir bauen den Ski. Aber dann lässt du mich endlich in Ruhe mit diesem Shuksan!» Der Shuksan war noch kein Bestseller, sorgte aber vor allem in Europa für Aufsehen in der Tourenszene. Bald gesellten sich zum Shuksan zwei breitere Brüder: der Mt. Baker und der Mt. Baker superlight. Aus dieser Skilinie entwickelte sich weniger Jahre später die K2 Wayback Serie – ein moderner Klassiker, der heute mit rund 14’000 verkauften Modellen pro Jahr zu den beliebtesten Tourenski in Europa zählt. EINFACH MAL SPINNEN … Die Firmengeschichte zeigt: Auch unkonventionelle Ideen zuzulassen hat bei K2 Tradition. Schon die ersten K2 Ski 42 INSPIRATION 04 / 2019 43

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