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Inspiration 04-2019

WEGWEISER KLETTERSTÄDTE

WEGWEISER KLETTERSTÄDTE XXX DRESDEN TÜRMEN AUF SÄCHSISCH TEXT HARTMUT LANDGRAF gesetzt und erhalten, der seinesgleichen sucht. Nicht nur künstliche Steighilfen, sondern auch Magnesia und sogar metallische Klemmgeräte sind tabu. Abgesichert wird mit vergleichsweise spärlich gesetzten Ringen und textilen Sicherungsgeräten, wie etwa Knotenschlingen. Weil auch die Bewertung traditionell knackig ausfällt, ist der Abenteuerwert entsprechend hoch. Kurz: Die Sachsen klettern am liebsten mit und gemäss den naturgegebenen Möglichkeiten unter weitgehendem Verzicht auf alles Künstliche. Viele, teils hitzige Dispute wurden hier um den Erhalt der reinen Lehre schon ausgefochten. «Klettern, wie Gott es schuf» titelte vor Jahren eine Bergsportzeitschrift. WIEDERGEWONENNE WOLLE Warm, angenehm, nachhaltig Ohne Mulesing gewonnene und sorgfältig ausgewählte überschüssige Wolle. Leitet Feuchtigkeit ab und verhindert unangenehme Gerüche. Als George Bähr 1726 die weltberühmte Kuppel der Dresdner Frauenkirche entwarf, konnte er nicht ahnen, dass ihr Baustoff einmal Tausende Menschen regelmässig aus der Stadt treiben würde. Das Material für die Kuppel, die bis heute eine der grössten Sandsteinbauten der Welt ist, wurde aus dem nahen Elbsandsteingebirge herangeschafft – und genau dort, im Südosten der gerne als «Elbflorenz» titulierten Barockmetropole, keine 40 Autominuten entfernt, liegt eine der eindrucksvollsten Felslandschaften Europas: die Sächsische Schweiz. Majestätische Tafelberge, kühne Felsnadeln und Klippen, nebelverhangene Abgründe und Schluchten – ein Paradies für Romantiker, Abenteurer und Naturliebhaber aller Couleur. Und das mit Abstand grösste und beliebteste Klettergebiet im Osten Deutschlands. TABUS MIT TRADITION In Jahrmillionen sind die Sandsteintürme hier aus der Landschaft herausgewittert – geklettert wird an ihnen immerhin schon seit 150 Jahren. Als Erste stiegen 1864 Turner aus Bad Schandau auf den Falkenstein, damit war der Sturm auf die scheinbar unendliche Kletterwelt (1138 Gipfel mit 21’000 Routen) vor den Toren Dresdens eröffnet. Nicht ohne Stolz (und auch nicht ganz zu Unrecht) bezeichnen die Sachsen ihre Heimat gerne als «Wiege des Freikletterns». Was definitiv stimmt: An den Wänden rechts und links der Elbe hat sich über Jahrzehnte ein sehr eigenständiger und puristischer Kletterstil durch- 22 Typisch Türme: Die Felslandschaft der Sächsischen Schweiz erkennen Kletterer auf den ersten Blick. Einzigartig ist auch, dass man im Elbsandsteingebirge beides hat: das Abenteuer in steilen, abweisenden Wänden und das gemütliche Bier danach. Oft ist das eine kaum mehr als einen Steinwurf weit vom anderen entfernt, im Bielatal etwa ist man kaum aus dem Auto oder Bus ausgestiegen und steht schon am Fels. Abseits der Felsen locken verschwiegene Gründe und Schluchten zum Ein- und Abtauchen, in denen man ungestört stunden lang unterwegs sein kann. Sollte das Wetter zu schlecht oder die Lockrufe der Stadt zu stark sein: Dresden selbst bietet ein halbes Dutzend gut besuchter Boulder- und Kletterhallen. Aber der sächsische Sandstein trocknet üblicherweise recht schnell. Klettern pur: Adam Ondra ganz traditionell ohne Chalk und ohne Schuhe im Elbsandstein. FOTO OBEN: MAURITIUS IMAGES / ALAMY / LIANE M, FOTO UNTEN: CLAUDIA ZIEGLER singi wool padded parka Wolle von schwedischen Schafen bleib warm und trocken.Das klingt einfach, doch hinter jeder Fjällräven Jacke stecken über 50 Jahre Outdoorerfahrung, der Anspruch, nachhaltige Materialien zu entwickeln sowie unzählige Produkttests. Das Ergebnis sind Kleidungsstücke, die innovativ und von höchster Qualität sind und jedes Erlebnis in der Natur zum Genuss machen – dafür steht Fjällräven. Der Singi Wool Padded Parka hält dank seines Obermaterials aus wetterfestem G-1000 Lite Eco wunderbar warm. Die innovative Füllung ist eine Kombination aus ausgewählten Wollresten von schwedischen Schaffarmen und biologisch abbaubaren Fasern aus Maisstärke – verarbeitet zu einem zuverlässigen, vollkommen natürlichen Isoliermaterial. Der Singi Wool Padded Parka ist im Winter nicht nur warm, sondern geht auch keine Kompromisse in Sachen Umweltschutz ein. Bleib warm und trocken. Die Natur wartet auf dich. www.fjallraven.de

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