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Inspiration 02/2017 dt

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EXPERT SOFTSHELLS SOFTIE

EXPERT SOFTSHELLS SOFTIE MIT NEHMERQUALITÄTEN Wie kein anderes Textilprodukt vereint die Softshell-Jacke eine hohe Funktionalität mit angenehmem Tragekomfort. Kein Wunder, dass der Alleskönner das Lieblingsteil in der Garderobe vieler Alpinisten ist. INSPIRATION erklärt, bei welchem Modell Sie weich werden sollten ... TEXT SISSI PÄRSCH S oftshell – die weiche Jacke ist in den letzten Jahren in so ziemlich jeden Schweizer Haushalt eingezogen. Daheim ist sie aber am Berg. Auch wenn sie in der Flaniermeile genauso bella figura macht. Weshalbdem so ist? Weil dieser textile Weichling so etwas wie unser bester Kumpel ist: Er ist unkompliziert und belastbar, trägt nicht dick auf und vermittelt ein wohliges Gefühl von Sicherheit. Als elastisch, abriebfest und atmungsaktiv würden wir unseren besten Freund nie beschreiben. Und man sollte sich hüten, ihn als nicht ganz dicht zu bezeichnen. Aber all diese Adjektive müsste man eigentlich auflisten, wenn man die Eigenschaften der beliebten Softshell umfassend beschreiben möchte. BESTER KUMPEL Wer sich der Softshell annähert, der muss erst einmal am grossen Bruder vorbei – der Hardshell. Was die kann, ist relativ klar: Sie besteht zumeist aus zwei oder drei Lagen, also aus einem Laminat aus robustem Oberstoff, einer wasser- und winddichten Membran und einem dünnen Innenfutter. Sie wird übergezogen, wenn es hart auf hart kommt und uneingeschränkte Wasserdichtigkeit gefordert ist. Das betont auch Bächli Bergsport Produktmanager Marcus Liss: «Keine schützt uns wie sie, wenn wir von einem Wolkenbruch überrascht werden, der Regen uns auf einer mehrtägigen Hüttentour hartnäckig begleitet oder wir im dichten Schneetreiben Ski fahren.» Die Hardshells sind zwar essenzielle Jacken für jeden, der sich am Berg bewegt. Doch sie haben einen Nachteil: Sie sind eine harte und vergleichsweise starre Schale, die den Tragekomfort etwas einschränkt. Im Sommer und direkt über einem T-Shirt getragen wird der direkte Hautkontakt von vielen als unangenehm empfunden. Dazu raschelt sie auch deutlich hörbar. Ausserdem erfordert sie einen etwas weiteren Schnitt, wenn die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden soll oder eine isolierende Schicht darunter getragen wird. GESCHMEIDIG AM BERG Deutlich angenehmer zeigt sich da die sanfte Softshell-Jacke. Die mag zwar weich sein im Griff – einfach zu fassen ist sie hingegen nicht. Zumindest begrifflich. In Sachen Softshell haben sich die Hersteller nie auf eine präzise Definition festgelegt. Immerhin ist man sich darüber einig, dass es sich um Funktionsjacken handelt, die für den Allroundeinsatz bestimmt sind. Das bedeutet: Sie sind zwar nicht komplett wasserdicht, bieten aber (bei den hochwertigen Modellen) einen guten Wetterschutz. Den Wind halten die Modelle mit Membran zu 100 % ab, feuchten Nebel oder gar die ersten Regentropfen auch. Sie punkten vor allem mit einem hohen Tragekomfort. Letzteren erreichen die Hersteller durch den Einsatz von geschmeidigen Materialien mit hohem Stretch-Anteil. Softshells fühlen sich nicht nur angenehm an, sie schränken auch bei bewegungsintensiven Sportarten, wie beispielsweise Sportklettern, kaum ein. Dabei erlauben die hohe Elastizität und ausgetüftelte Schnitte, dass die Softshell-Jacke auch körpernah geschnitten und getragen werden kann. Durch die gute Passform spart man sich zum einen zusätzliches Material und somit Gewicht, zum anderen wird die Softshell durch ihre cleane Optik ganz nebenbei auch noch stadttauglich. MARCUS LISS PRODUKT MANAGER TEXTILIEN Bei der Softshell verzichtet man zwar auf die Wasserdichtigkeit, bekommt dafür aber eine bessere Belüftung, weil die Schwitzfeuchtigkeit gut nach aussen gelangt. Hier muss der Dampf keine komplett wasserdichte Membran passieren. SOFTE JACKEN HARTE FAKTEN Bei Jacken ohne Belüftungsöffnungen sind die Taschen oft aus luftdurchlässigem Mesh-Material genäht. Wer die Wärme und Schwitzfeuchtigkeit im Jackeninneren entweichen lassen möchte, kann den Reissverschluss öffnen und «auf Durchzug schalten». 1 KAUFEN Beim Kauf sollte man nicht nur stramm vor dem Spiegel stehen, vielmehr sollte man die Bewegungsfreiheit der Jacke ausgiebig testen. Überkopfbewegungen und sich vornüberbeugen reicht oft schon, um festzustellen, ob die Jacke wirklich sitzt. 2 WASCHEN Bitte waschen! Viele haben noch immer Hemmungen, ihre Regenund Softshell-Jacken zu waschen. Sie befürchten, sie könnten damit die Funktion beeinträchtigen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Membran muss regelmässig von Schweiss- und Schmutz-Rückständen befreit werden, damit diese nicht verstopft. Verwenden sollte man Feinwaschmittel ohne Weichspüler bzw. spezielle Waschmittel für Funktionstextilien – empfehlenswert ist unter anderem das ökologische Pro Wash von Fibertec oder die Produkte von Nikwax. 3 IMPRÄGNIEREN Die Softshell sollte man regelmässig imprägnieren, damit sie ihre Leistungsfähigkeit bewahrt. Bei Bächli Bergsport gibt es verschiedene Produkte im Angebot – lassen Sie sich beraten. 26 27

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